Familienfreundlichkeit fördert frühere Berufsrückkehr

Mütter kehren schneller in den Beruf zurück, wenn ihr Unternehmen Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie macht.

Investitionen in ein familienfreundliches Arbeitsumfeld lohnen sich für Unternehmen in mehrfacher Hinsicht:

  • Die Identifikation der Beschäftigten mit dem Unternehmen steigt,
  • die Produktivität erhöht sich und
  • auch die Zahl der Krankheitstage sinkt merklich.

Aber welchen Einfluss haben familienfreundliche Arbeitsbedingungen auf die Berufsrückkehr von Müttern?

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat die betrieblichen Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie untersucht und in einem Kurzbericht zusammengefasst. Ein zentrales Ergebnis der Analyse: Familienfreundliche Arbeitgeber profitieren von einer schnelleren Berufsrückkehr von Müttern.

In der Zeit, in der Beschäftigte Elterngeld beziehen, haben familienfreundliche Arbeitsbedingungen in einem Betrieb nur einen geringen Einfluss darauf, ob die Beschäftigten früher an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Unabhängig von den Arbeitsbedingungen kehren 25 Prozent der Mütter nach 12 Monaten an ihre Arbeitsstelle zurück.

Nach Ablauf des gesetzlichen Elterngeldanspruchs von 12 Monaten für einen Elternteil haben familienfreundliche Arbeitgeber deutliche Vorteile. „In Betrieben mit Angeboten während der Elternzeit steigen 75 Prozent der Mütter innerhalb von 31 Monaten wieder ein. In Betrieben ohne diese Maßnahmen wird der 75-Prozent-Anteil erst nach 54 Monaten erreicht“, resümiert das IAB.

Dieser Vorteil gilt auch für andere Vereinbarkeitsangebote. So kehren 75 Prozent der Mütter nach spätestens 25 Monaten wieder an ihren Arbeitsplatz zurück, wenn Angebote zur Kinderbetreuung vorhanden sind. In Betrieben ohne solche Maßnahmen wird dieser Wert erst nach 42 Monaten erreicht.

Den vollständigen Bericht können Sie auf der Seite des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung kostenfrei lesen.

Von | 2018-08-16T08:56:31+00:00 16.08.2018|Allgemein, Diversitymanagement|0 Kommentare

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